Cyber Monday Woche
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Geschichte

FUSSBALL IN HERMAGOR


Erste Gehversuche

Mit der Gründung des SCH im Jahr 1946 waren auch die ersten Gehversuche der damaligen Fussballergeneration verbunden. Sie fanden allerdings unter abenteuerlichen Bedingungen ohne eigene Sektion, ohne Trainer und ohne Fussballplatz statt. Pioniere aus dieser Zeit wie unser ehemaliger Obmann Willi Wohlgemuth, Seppl Wiedenig und Willi Taurer hatten mehr mit Sperrzonen, Genehmigungen der Engländer und endlosen Fahrten zu kämpfen als mit dem Gegner.

Eigene Sektion

1949 gründete Uhrmachermeister August Pichler sen. die erste Fussballsektion. Der Fussballplatz war eine Pachtwiese nördlich von Möderndorf, umgekleidet wurde in den "Stauden" und in der nahen Gail hatte man sogar Fließwasser.
Diese Zeit wurde geprägt von Akteuren wie Urbancic, Kölbl, Fink, Sölle Fritz, Größbauer Alfred, Möderndorfer Friedl, dem ehem. Raika-Direktor Canins Karl u.a.m.

Die "Ära Rainer"

Das Suchen nach einem eigenen Sportplatz war die Hauptaufgabe der 50er Jahre! Besondere Verdienste erwarben sich dabei Obmann Dr. Wolf Zimek und Sektionsleiter Gustav Rainer. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem ASVK und dank des Entgegenkommens der Fam. Hans Moro gelang es auch, östlich der Hauptschule eine Sportstätte zu errichten.
Mit dem Aufbau einer Reservemannschaft und mehrerer Nachwuchsmannschaften sowie regelmäßigem Training ließen die ersten Erfolge nicht lange auf sich warten. In der Ära Rainer gelang zweimal der Aufstieg in die 1.Klasse.
Damalige Spielerpersönlichkeiten: Hans Möderndorfer, Engelhardt Schwarz, Ignaz Assinger, Karl Eichwalder, Christof und Hubert Möderndorfer, Peter Vorderegger, "Mandi" Lasser, Georg Astner +, Hans Ebenwaldner +, u.a.
Neben der sportlichen Aufbauarbeit fiel in diese Zeit auch der Bau des Kabinengebäudes, andem sich gleichermaßen Aktive wie sogar Fans beteiligten.

Unterliga, Kärntner Liga, Cup!

Die folgenden Jahre zählen bis heute zu den erfolgreichsten der Fussballgeschichte in Hermagor:

1973 Aufstieg in die Unterliga West
1980 Aufstieg in die Landesliga

Unvergessliche Cupspiele (u.a. gegen Sturm Graz), dreimaliger Gesamtgewinn der Gailtaler Wanderpokales, Erfolge auf dem Nachwuchssektor, Sanierung des Sportplatzes, Errichtung eines Trainingsplatzes, Zubau zur Kabine u.v.m.

Unvergessen waren die purzelnden Zuschauerrekorde bei Meisterschafts- und Cupspielen:

ca. 2000 gegen Spittal, ca. 1800 gegen Sturm Graz, mehr als 1000 bei wichtigen Begegnungen und bei Freundschaftsspielen gegen Austria Klagenfurt (damals 1.Division), Rapid (u.a. mit Hans Krankl) und Udinese (u.a. mit Weltmeister Zico (BRA))

Es war die Zeit der Eigenbauspieler und großen Talente wie Oberortner Norbert (+), Pernull Albert, Oberreßl Gerd, Schwai Egon, Michorl Gerald (+), Themessl Rudi u. Georg, Martl Erich, Sternig Bruno und Kurt, Schmidt Manfred, Weinberger Heinz, Schaar Dietmar, Steinacher Günther, Praster Klaus, Wiedner Peter, Groschacher G. u.a.! Als Gäste spielten damals bei uns Jakoviciuk Valentin (im Tor) aus Kötschach und Meier Ulli, die wesentlichen Anteil am Erfolg hatten. In den schwierigen Achtziger Jahren zählten Rudi Preiml, "Pepe" Ruppnig aus Nötsch und Manfred "Tute" Thurner aus Arnoldstein zu den verläßlichsten und wertvollsten Spielern unserer Ligamannschaft.

Gezielte Aufbauarbeit

Eine jahrelange gezielte Aufbauarbeit war die Basis der erfolgreichen Liga- und Unterligajahre in Hermagor. Besonders erwähnenswert ist die Jugendmeistermannschaft 1973/74, von der insgesamt neun Spieler bald in der Kampfmannschaft Fuß fassten und sage und schreibe sieben beim Aufstieg in die Landesliga 1979/80 noch dabei waren. Ganz besonders hervorzuheben sind die in den Jahren 1984-1986 errungenen Kärntner Vizemeistertitel bei den Miniknaben und Knaben - beide Male war man nur knapp an Austria Klagenfurt gescheitert.
Spieler aus diesen Mannschaften wie Hans-Peter Buchacher, Thomas und Mario Oberortner gehörten Jahrelang zum Stamm des Teams. Bernhard Resch ist seit 2006 wieder in Hermagor und weiterhin aktiver Spieler sowie sportlicher Leiter.
In diesem Zusammenhang ist deutlich die Arbeit von Hermann Lasser hervorzuheben, die er - vielfach unbeachtet - über mehr als 20 Jahre geleistet hat.

Dunkle Wolken am Hermagorer Fussballhimmel

Aus vielfältigen Gründen kam es gegen Ende der 80er Jahre zum fussballerischen "Abstieg" des Fussballs in Hermagor. Der Abstieg aus der Landesliga 1989 war aufgrund mangelnder Qualität in der Mannschaft nicht aufzuhalten. Mit dem Abstieg war aber die Talsohle noch nicht erreicht, ganz im Gegenteil, die Turbulenzen begannen erst so richtig und mündeten in einem beständigen Abstiegskampf in der Unterliga West. Die Kampfmannschaft zeigte deutliche Auflösungstendenzen. Im Jahr 1990 war der einstweilige Tiefpunkt erreicht. Nur mit viel Mühe gelang es, am letzten Anmeldetag (!) wenigstens eine Mannschaft zusammenzustellen. In diesem Jahr rechneten alle mit einem weiteren Abstieg, aber unter Trainer Resch gelang doch der Klassenerhalt.

Aufwind

Mit der Wahl des neuen Obmannes Heinz Wallner und der Sektionsführung durch Gerhard Bischof kam neuer Schwung in das Fussballgetriebe - und plötzlich ging es wieder aufwärts. Die Trainer Resch und Weinberger leisteten gute Arbeit, der eigene Nachwuchs wurde forciert, mit der Rückholung der altbewährten Recken Kurt und Bruno Sternig und der tadellosen sportlichen Einstellung von Leuten wie Klaus Mösslacher, Wolfgang Winkler, Werner Kofler, Werner Wassermann, Walter Stattmann, Goran Milosavljevic u.a. konnte das Leistungsvermögen gefestigt werden.
"Nach getaner Arbeit" legte Gerhard Bischof sein Amt 1994 zurück und übergab es an den neuen Sektionsleiter Klaus Mersich. Der Einbau von Nachwuchsspielern funkionierte weiterhin sehr gut und der eingeschlagene Weg erwies sich als richtig.

Abstieg, Turbulente Jahre

Nach 15 Jahren mehr oder weniger erfolgreichen Jahren in der Unterliga West kam es schließlich in der Saison 2003/2004 zum bitteren Abstieg in die 1.Klasse A. Mit einem Punkt zu wenig hatte man gegenüber Arnoldstein damals das Nachsehen. In dieser Zeit gab es allerdings auch einen großen Umbau im Mannschaftsgefüge. Einige arrivierte Spieler beendeten ihre Laufbahn, andere wechselten zu unterschiedlichen Vereinen und am Ende blieben nur noch wenige Spieler übrig - die meisten davon Eigenbauspieler die aber an Jahren noch sehr jung waren. So war es in den ersten Jahren der "Erstklassigkeit" ein beständiger Kampf gegen den Abstieg in die zweite Klasse. Nach unzähligen Trainer- und Vorstandswechsel kam es schließlich 2005 zu einer finalen Neuordnung der Fussballsektion.
Präsident des Sportclubs wurde Armin Assinger, geschäftsführender Präsident Christian Sölle. Und mit diesem Wechsel kam auch wieder Leben in die Fussballsektion, damals geführt von Franz Resch.

Wiederaufstieg

Im Jahr 2009 gelang uns schließlich endlich der ersehnte Wiederaufstieg in die Unterliga West. Unter Trainer Goran Milosavljevic wurde ein schlagkrätiges Team mit starken Eigenbauspielern im letzten Spiel gegen Kötschach Meister. Allein Michael Sternig erzielte in diesem Jahr 27 (!) Tore, weiters kam unser Villacher "Legionär" Neven Ilic auf 18 Saisontreffer.

In der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg war natürlich eine rasche Gewöhnung an die höhere Intensität der Unterliga das erste Ziel. Mit einer guten Mischung aus jungen einheimischen Spielern Routiniers wie Bernhard Resch und Ernst Johaim gelang uns im ersten Jahr der solide 9. Platz in der Endabrechnung. Herausragend dabei Michael Sternig mit 21 Toren, damals vierter der Torschützenliste, aber auch unser Legionär Enes Sinanovic zeigte mit 14 Toren sein Können.

Meistertitel

In der Saison 2010/2011 gelang uns überraschend der zweite Meistertitel binnen zwei Jahren! Mit einem knappen Vorsprung von drei Punkten auf den SV Lind gelang uns das Meisterstück in der letzten Runde der Saison. Unter Trainer Jasmin Dzeko war es erneut Michael Sternig mit 16 Toren, aber auch Stefan Steinwender (14) und Luka Kovacic (13) die mit ihren Toren wesentlich dazu beitrugen endlich wieder Kärntnerliga-Luft zu schnuppern. Nach dem Abstieg 1989 waren es mittlerweile 22 Jahre Liga-Absenz die man in Hermagor ertragen musste!
Die Meistermannschaft unter Trainer Jasmin Dzeko und Co Jakob Wastian:

Tor: Melinz Gerald, Andreas Sternig
Abwehr: Resch Bernhard, Nedim Vehabovic, Markus Astner, Daniel Steffler, Benjamin Groschacher
Mittelfeld: Ernst Johaim, Raphael Martinz, Roman Schmidt, Pascal Wieser, Mario Bratic, Ogmjen Dzeko
Sturm: Sternig Michael, Stefan Steinwender, Luka Kovacic, Robert Oberressl

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